Chinesische Kampfkunst

Die Volksrepublik China ist das Land mit der grössten Bevölkerung der Welt. Bekannt ist China dabei vor allem für sein Essen, seine Grosse Mauer, die man selbst aus dem Weltall sehen kann, sowie für seine lange und glorreiche Vergangenheit als Weltmacht, die von einem Kaiser regiert wurde. Weitaus weniger bekannt ist China dagegen für seine Kampfkünste. So kennen die meisten nur die japanischen Künste, wie etwa Judo, Kendo oder Taek Won Do. Auch Kampfsportarten wie das brasilianische Capoera oder das Karate sind bei vielen bekannt und beliebt. Aber auch China verfügt über eine lange und sehr reiche Tradition an verschiedenen Kampfsportarten, die wir Ihnen in diesem Artikel näher bringen möchten.

Welche Kampfkünste also gibt es in China? Die wohl bekannteste und auch am weitesten verbreitete Kampfsportart aus dem Reich der Mitte ist das Kung Fu. Übersetzt bedeutet es in etwa hart erarbeitete Fertigkeit. Dass dies eine angemessene Übersetzung für den Begriff ist, wird dabei jeder bestätigen, der einmal selbst Kung Fu ausprobiert hat. Es ist eine Kunst, die sowohl den Körper als auch den Geist enorm schult und von den Schülern körperliche Höchstleistungen, gepaart mit viel Disziplin und Ausdauer, abverlangt. Umso grösser ist aber am Ende die Belohnung, wenn man das Kung Fu gemeistert hat und die verschiedenen Techniken auch anwenden kann.

Neben dem traditionellen Kung Fu gibt es aber noch weitere verschiedene Kampfkünste im grössten Land der Welt. So gibt es noch das Gúoshù und das so genannte Quánfǎ, die beide aber vor allem heute als Überbegriffe für verschiedene Künste gebraucht werden. Der Fokus des Quánfǎ liegt dabei aber vor allem auf dem Kampf ohne Waffen mit den blossen Händen und Füssen. Eine letzte Art ist das moderne Wushu, das dabei ebenfalls ein Oberbegriff ist und letztlich eine moderne Kombination verschiedener traditioneller Techniken zu einer ganz neuen Kampfkunst darstellt.