Chinesische Kampfkünste

China ist auch als Reich der Mitte und für seine tausende Jahre alte Kultur bekannt. In seiner langen Geschichte wurde das Land dabei fast immer von Kaisern regiert, die in der geheimen Stadt Peking residierten. Um sich herum scharten die Kaiser dabei stets eine große Armee und fähige Generäle, die ihre Herrschaft absichern sollten und als Zwangsstab gegen jeden Aufständischen ins Feld geführt werden konnten. Die Soldaten waren dabei in traditionellen chinesischen Kampfkünsten ausgebildet, die bis in die heutige moderne Zeit überlebt haben. Eine der bekanntesten dieser Kampfkünste ist dabei sicherlich das Kung Fu. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Kampfkunst näher vor und gehen auf alle wichtigen Details ein, die Sie wissen müssen.

Kung Fu bedeutet aus dem Chinesischen übersetzt so viel wie “etwas durch harte, geduldige Arbeit Erreichtes”. Die Übersetzung beschreibt dabei sehr gut den Kern des Kung Fu. So geht es darum, dass die Schüler in jahrelanger Arbeit und häufigem Training die Techniken des Kung Fu langsam aber stetig meistern. Dabei war das Kung Fu vor rund 1500 Jahren der Ursprung für eine ganze Reihe verschiedener Kampftechniken, die von den Mönchen der Shaolin-Klöster entwickelt wurden.

Diese Mönche waren hauptsächlich mit der Erforschung und der Weiterentwicklung der buddhistischen Lehre betraut, befassten sich jedoch schnell auch mit der Schulung des eigenen Körpers. In diesem Zusammenhang stellten sie eine Verbindung zwischen Körper und Geist her. Aus dieser Verbindung heraus entstand dann das Kung Fu. Dies erklärt, warum den fünf Elementen in dieser Kampfkunst so hohe Bedeutung zukommt. So werden die Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser besonders gewürdigt. Dabei steht ein Stock, der gùn heißt, für das Holz, ein Speer, auf Chinesisch qiāng, verkörpert das Feuer und die Faust, auf Chinesisch mit quán bezeichnet, symbolisiert die Erde. Ein Säbel, der dāo, steht letztlich für das Metall und das Schwert, jiàn, steht symbolisch für das Wasser.