Wushu

In der heutigen Zeit sind Kampfkünste sehr beliebt geworden. Ganz egal, ob es sich um japanische Künste wie das Judo, Taek Won Do sowie Kendo oder aber um chinesische Kampfkünste wie zum Beispiel das Wushu handelt. Gerade die jungen Männer eines jeden Landes träumen davon, einmal selbst die fortgeschrittenen Techniken aus einer ganzen Reihe von Kampfkünsten zu beherrschen. In diesem kurzen Artikel stellen wir Ihnen eine dieser Kampfkünste näher vor. Dabei gehen wir auf das chinesische Wushu ein.

Wushu bedeutet aus dem Chinesischen in das Deutsche übersetzt so viel wie “Kriegskunst”. Es handelt sich genau gesagt um eine zu Beginn der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts zusammengestellte eigene Kamfpkunst. Sie vereint mehrere Elemente aus verschiedenen traditionellen chinesischen Kampfkünsten zu einer neuen eigenen Schule. Darüber hinaus fliessen auch durch ein Komitee neu geschaffene Formen der Kampfkunst in das moderne Wushu ein.

Die Geschichte des Wushu geht dabei aber weiter zurück, genauer gesagt bis in das frühe 19. Jahrhundert. So wurden in den frühen 1820er Jahren alte chinesische Kampfkünste wiederentdeckt und erfreuten sich sowohl bei der einfachen Bevölkerung des Landes als auch bei den hochrangigen Eliten grosser Beliebtheit. Da das Kaiserreich zu dieser Zeit selbst sehr schwach war, nutzten viele Chinesen die traditionellen Künste, um sich gegen die Eroberer aus den Ländern der westlichen Welt zu wehren. Besonders stark wurden die Künste dabei im berühmten Boxeraufstand genutzt, in dem sich die Boxer des Landes zusammen mit anderen Gruppen gegen die Engländer stellten und in einem grossen Aufstand rebellierten.

Besondere Vertreter des Wushu wie Wong Fei Hung und Huo Yuanjia wurden zu dieser Zeit als Volkshelden verehrt und galten als Vorkämpfer für die chinesische Freiheit. Sie führten den Kampf gegen das Regime der Engländer an und gaben vielen Chinesen Hoffnung auf bessere Zeiten. Noch heute werden sie als die eigentlichen Gründer des Wushu verehrt.